Eduardo Hughes Galeano, geboren 1940 in Montevideo, hatte Urgroßeltern aus den verschiedensten Ländern: Großbritannien, Italien, Spanien und Deutschland. Mit vierzehn veröffentlichte er politische Karikaturen, wurde mit zwanzig Chefredakteur und floh 1973 vor den Militärs nach Argentinien. Drei Jahre später ging der Journalist, Historiker und Kulturkritiker ins spanische Exil, aus dem er erst 1985, nach Beendigung der Militärdiktatur, wieder nach Uruguay zurückkehrte. „Das Wirkliche – nicht nur das wunderbar Wirkliche Lateinamerikas – ist bei Galeano phantastischer als die Phantasie.“ (Erich Hackl). Galeano, bekannt durch sein Essay „Die offenen Adern Lateinamerikas“, schreibt Geschichten die blitzartig einen Gegenstand erhellen, ohne ihm seinen Zauber zu nehmen. Man könnte „Lob der Tapferkeit“ auch eine Untersuchung darüber nennen, mit welchen Mitteln es dem Mensch in schwierigen Zeiten gelingt, seine Menschlichkeit zu bewahren. Trotz Galeanos klarem Blick auf die Realität sind seine Geschichten heiter – ein Aufruf, die Welt neu zu gestalten, Zärtlichkeit, Mut und Phantasie nicht zu verlieren. In ihrem kleinen feinen Programm feiert die HÖR-und-SCHAUbühne diesen Autor, der, wie er selber schreibt: „... immer noch an die Wahrheit jenes Dichters glaubt, der mir riet, nichts ernst zu nehmen, was mich nicht gleichzeitig zum Lachen brächte.“ (E. Galeano) „Mit Klängen, Worten und wenigen Requisiten erschaffen die Schauspielerin Suzan Smadi und die Musikerin Birgit Maier-Dermann einen poetisch-schrägen Raum zwischen Müllhalde und Universum, in dem die Texte des Autors in einer wunderbaren Dichte lebendig werden“ Pressestimme: „Poetisch und effektvoll war das Spiel der Hör- und Schaubühne aus Stuttgart, die bei der 6. Giengener Kulturnacht bestes Erzähltheater mit Musik bot.“ (Heidenheimer Zeitung).
Infos im Internet: www.hoerundschaubuehne.de
Samstag 4. Februar, 20 Uhr, Eintritt 8 €